2. Planungs- & Projektablauf

Orientierung entsteht nicht zufällig – sondern durch einen klar geführten Planungsprozess.

Wann sollte die Planung eines Leitsystems beginnen?

Idealerweise beginnt die Planung eines Leit- und Orientierungssystems so früh wie möglich – parallel zur Architektur- und Freiraumplanung. So können räumliche Strukturen, Sichtachsen, Kabelführungen für digitale Elemente oder Lichtauslässe für beleuchtete Komponenten von Anfang an berücksichtigt werden. Frühzeitige Integration verhindert spätere Korrekturen und unnötige Mehrkosten.

Doch auch im Bestand ist eine professionelle Planung entscheidend. Ein Leitsystem sollte überprüft und weiterentwickelt werden, wenn:

  • es gestalterisch oder technisch veraltet ist,
  • sich Nutzungen oder Organisationsstrukturen geändert haben,
  • ein neuer Hauptnutzer oder eine neue Marke eingezogen ist,
  • ein Neubau- oder Erweiterungsbereich hinzugekommen ist,
  • zusätzliche digitale Systeme integriert werden sollen.

Ein Leitsystem ist kein statisches Element, sondern Teil der laufenden Gebäudestruktur und Kommunikation.
Damit Orientierung zuverlässig funktioniert, muss das System stets aktuell, konsistent und an die tatsächliche Nutzung angepasst sein.

Kurz gesagt: Leitsystemplanung beginnt idealerweise vor dem Bau – und endet nicht mit der Montage.

Unser Planungsprozess

Wie läuft ein typisches Leitsystem-Projekt ab?

Die Planung folgt einem klar strukturierten Prozess in mehreren Phasen:

  1. Analyse
    Begehung vor Ort, Analyse der Nutzung, Definition der Nutzergruppen und Wegeführung (User-Centered-Design).
  2. Konzept
    Entwicklung der Orientierungslogik, Festlegung der Informationshierarchie und der relevanten Standorte.
  3. Design
    Visuelle Gestaltung unter Berücksichtigung von Typografie, Farbe, Material und architektonischem Kontext.
  4. Realisierung
    Ausschreibung, Produktionsüberwachung sowie Begleitung der Montage.

Der Fokus liegt durchgängig auf Verständlichkeit, Dauerhaftigkeit und Betriebstauglichkeit.