Expertise

Fachplanung für Leit- und Orientierungssysteme
Unser Planungsprozess

Orientierung als System

Leit- und Orientierungssysteme sind keine Beschilderung. Sie sind ein planerisches Instrument, das Architektur, Nutzung und Kommunikation miteinander verbindet. Gute Orientierung entsteht nicht durch möglichst viele Schilder, sondern durch ein klares System, das den Raum verständlich macht und eine positive Spatial User Experience ermöglicht.

Unsere Expertise liegt in der Planung und gestalterischen Entwicklung von Leit- und Orientierungssystemen für komplexe Gebäude und Areale – vom ersten Nutzungsszenario bis zur umsetzungsreifen Planung. Dabei gestalten wir Orientierung als räumliche Nutzungserfahrung, die Menschen sicher, intuitiv und selbstständig durch Räume führt.

Als Fachplaner verstehen wir Leit- und Orientierungssysteme als ganzheitliche Systeme aus Raumlogik, Informationshierarchie, Gestaltung und Technik. Im Fokus steht die Spatial User Experience: die Art und Weise, wie Menschen Räume wahrnehmen, verstehen und nutzen. Grundlage unserer Arbeit ist die Analyse von Wegen, Funktionen, Nutzergruppen und Entscheidungsstellen. Daraus entstehen klare Orientierungskonzepte – mit der zentralen Frage: Was muss wo sichtbar sein, und was bewusst nicht.

Was bedeutet Orientierung im Raum?

Orientierung beschreibt die Fähigkeit, sich in einer räumlichen Umgebung selbstständig, sicher und zielgerichtet zu bewegen. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel von räumlicher Struktur, wahrnehmbaren Informationen und individuellen Nutzererwartungen. Räume werden dabei nicht nur physisch erschlossen, sondern kognitiv verstanden.

Designprozess für Leit- und Orientierungssysteme

Unser Designprozess für Leit- und Orientierungssysteme folgt einem klar strukturierten, nutzerorientierten Ansatz im Sinne des User-Centered Design. Ausgangspunkt ist eine fundierte Analyse von Nutzerwegen, Entscheidungsstellen und Nutzungsszenarien. Dabei betrachten wir Gebäude und Areale als genutzte Räume mit konkreten Abläufen und unterschiedlichen Anforderungen an Orientierung und Verständlichkeit.

Auf dieser Basis entwickeln wir eine tragfähige Strategie für das Leit- und Orientierungssystem. Sie definiert Struktur, Informationshierarchie und Wegeleitlogik und bildet das konzeptionelle Fundament für alle weiteren Planungsschritte. Ziel ist eine Orientierung, die nachvollziehbar aufgebaut ist und intuitiv funktioniert.

  • Analyse & Strategie

    Am Anfang jeder Fachplanung steht die Analyse. Wir untersuchen Nutzerwege, Funktionen und Entscheidungsstellen, erfassen die Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen und machen räumliche, organisatorische sowie kommunikative Herausforderungen sichtbar. Dabei betrachten wir Gebäude und Areale nicht isoliert, sondern als genutzte Räume mit konkreten Abläufen und Erwartungen. Auf dieser Grundlage entwickeln wir eine klare Strategie für das Leit- und Orientierungssystem. Sie definiert Struktur, Informationshierarchie und Grundlogik der Orientierung und bildet das Fundament für alle weiteren gestalterischen und planerischen Schritte. Ziel ist ein System, das nachvollziehbar, nutzerorientiert und langfristig tragfähig ist.
  • Barrierefreiheit & Inklusion

    Barrierefreie Orientierung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Fachplanung. Wir gestalten Leit- und Orientierungssysteme so, dass sie von möglichst vielen Menschen selbstständig genutzt werden können – unabhängig von körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen. Unsere Planung orientiert sich an den relevanten Normen, insbesondere an der DIN 18040, und folgt dem Zwei-Sinne-Prinzip. Durch klare Informationshierarchien, ausreichende Kontraste, verständliche Typografie sowie taktile und visuelle Informationsangebote entstehen Orientierungssysteme, die inklusiv gedacht sind und im Alltag selbstverständlich funktionieren.
  • Konzeption & Entwurf

    Auf Basis der Analyse entwickeln wir die konzeptionelle Grundidee des Leit- und Orientierungssystems. Sie definiert die übergeordnete Wegeleitlogik, die Informationshierarchie und die Rolle des Systems im Raum. Ziel ist eine Orientierung, die intuitiv funktioniert und sich klar aus der Nutzung und der Architektur ableitet. Darauf aufbauend entsteht der gestalterische Entwurf. Wir entwickeln ein konsistentes Designsystem aus Typografie, Farbe, Form, Material und grafischen Elementen, das Funktion und Identität miteinander verbindet. Das Ergebnis ist ein Leit- und Orientierungssystem, das logisch aufgebaut, gestalterisch präzise und in allen Anwendungen konsequent umsetzbar ist.
  • Typografie & Piktogramme

    Typografie und Piktogramme sind zentrale Träger von Information im Raum. Wir entwickeln klare Schrift- und Zeichensysteme, die auf maximale Lesbarkeit, eindeutige Verständlichkeit und sichere Wiedererkennung ausgelegt sind. Dabei berücksichtigen wir Betrachtungsabstände, Lichtverhältnisse, Kontraste und räumliche Einbindung. Piktogramme werden entweder aus bestehenden Corporate-Design-Systemen abgeleitet oder projektspezifisch neu entwickelt. Ziel ist ein konsistentes, funktionales Zeichensystem, das sprachunabhängige Orientierung ermöglicht und sich selbstverständlich in das Gesamtsystem des Leitsystems einfügt.
  • Planung & Umsetzung

    Wir führen Leit- und Orientierungssysteme von der Entwurfsphase bis in die Umsetzung. Dazu gehören die Auswahl geeigneter Materialien, die Entwicklung konstruktiver Details sowie die Ausführungsplanung als Grundlage für eine präzise Realisierung. Bemusterungen dienen dabei der Überprüfung von Materialität, Farbigkeit, Haptik und Lesbarkeit unter realen Bedingungen und sichern die gestalterische Qualität vor der Umsetzung. Auf dieser Basis erstellen wir Ausschreibungsunterlagen, begleiten Vergabeprozesse und sichern im Rahmen der künstlerischen Oberleitung die gestalterische Qualität während der Ausführung. Auch die Montage begleiten wir fachlich, um sicherzustellen, dass Konzept, Detail und Umsetzung konsequent zusammengeführt werden.
Eine schematische Darstellung des nutzerzentrierten Designs zeigt einen zentralen Punkt, der eine Person darstellt. Um diesen Punkt herum verlaufen mehrere Schritte: Planen, Verstehen, Spezifizieren, Gestalten und Evaluieren, die in einem wiederholten Ablauf angeordnet sind. Die Schritte sind Teil eines kreisförmigen Prozesses, der mit den Begriffen 'Projekt' und 'Lösung' verbunden ist.
Der User-Centered Design Prozess

User-Centered Design

Leit- und Orientierungssysteme funktionieren nur dann, wenn sie sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer:innen orientieren. User-Centered Design bedeutet für uns, Planung nicht aus der Perspektive des Gebäudes oder der Gestaltung zu denken, sondern aus Sicht der Menschen, die sich darin bewegen.

Grundlage ist die Analyse realer Nutzungsszenarien: Wer nutzt das Gebäude oder Areal? Mit welchem Vorwissen, unter welchem Zeitdruck und in welcher Situation? Besucher:innen, Mitarbeitende, Lieferanten oder externe Dienstleister haben unterschiedliche Anforderungen an Orientierung, Informationsdichte und Ansprache. Diese Unterschiede bilden die Basis unserer Planung.

Im Zentrum stehen Entscheidungsstellen, Wegebeziehungen und typische Nutzungspfade. Dort wird Information präzise, verständlich und situationsgerecht platziert. Ziel ist es, Orientierung intuitiv zu ermöglichen – ohne Erklärungsbedarf und ohne Überinformation.

User-Centered Design bedeutet dabei nicht, möglichst viel Information bereitzustellen, sondern die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort. In Verbindung mit klaren Informationshierarchien, konsistenter Gestaltung und barrierefreien Prinzipien entstehen Orientierungssysteme, die im Alltag selbstverständlich funktionieren und von unterschiedlichen Nutzergruppen gleichermaßen verstanden werden.

Ein Benutzer scannt mit einem Smartphone einen QR-Code, der auf einem smaragdgrünen Schild angebracht ist. Der Schriftzug auf dem Schild besagt, dass Technik Grenzen überwindet und bietet weitere Informationen an. Die Hand des Benutzers ist auf dem Schild positioniert, während das Smartphone auf den QR-Code gerichtet ist.
Barrierefreie Ausstellungsgestaltung
Ausstellungskonzeption und -gestaltung

Grafik im Raum & Ausstellungsgestaltung

Grafik im Raum übersetzt Inhalte in räumliche Strukturen. Sie ordnet Information, schafft Orientierung und macht komplexe Zusammenhänge im Raum verständlich. In der Ausstellungsgestaltung verbinden sich grafische Systeme, Architektur und Nutzung zu einem konsistenten Gesamtbild, das Inhalte nicht nur zeigt, sondern vermittelt.

Unsere Arbeit in der Grafik im Raum basiert auf einer präzisen Analyse von Raum, Nutzung und Besucherführung. Inhalte werden so strukturiert, dass sie lesbar, zugänglich und logisch aufgebaut sind. Typografie, Farbe, Material und grafische Elemente werden gezielt eingesetzt, um Information im Raum eindeutig zu platzieren und unterschiedliche Ebenen der Wahrnehmung zu unterstützen.

In der Ausstellungsgestaltung entwickeln wir Konzepte, die Inhalt, Raum und Dramaturgie zusammenführen. Dabei entstehen Ausstellungen, die klar geführt sind und dennoch Offenheit für individuelle Wege lassen. Grafische Systeme, Medienträger und räumliche Elemente werden so aufeinander abgestimmt, dass sie langfristig funktionieren und sich flexibel an neue Inhalte anpassen lassen.

Barrierefreiheit und Nutzerorientierung sind integraler Bestandteil unserer Arbeit. Durch verständliche Informationshierarchien, gute Lesbarkeit und klare Wegeführung entstehen Ausstellungen und räumliche Kommunikationssysteme, die für möglichst viele Menschen zugänglich sind. Ziel ist eine Gestaltung, die den Raum nicht überformt, sondern lesbar macht – präzise, funktional und dauerhaft.

Marke im Raum

Marke im Raum macht Identität räumlich erlebbar. Durch das Zusammenspiel von Architektur, Orientierung und Grafik entstehen Räume, die informieren und zugleich Haltung und Werte vermitteln.

Wir übersetzen Marken in Leit- und Orientierungssysteme, Typografie und grafische Elemente. Gestaltung wird dabei nicht dekorativ eingesetzt, sondern systematisch aus Funktion, Nutzung und Raumlogik entwickelt. So entsteht Orientierung, die Wiedererkennbarkeit schafft und Marken im Alltag verankert – klar, konsistent und dauerhaft.